zola jesus

Ähnlich wie beim neuen Album von Best Coast habe ich beim wiederholten Hören der tracks des vor 3 tagen erschienene album “Stridulum II” von Zola Jesus das Gefühl, das ihre frühen ersten Veröffentlichungen deutlich interessanter sind.

Das Album selbst erschien zunächst bei Sacred Bones als “Stridulum I” EP und ist nun um 3 tracks erweitert beim label souterrain transmissions als “Stridulum II” LP neu (Erstauflage in schönen weissen Vinyl und grandioser Covergestaltung) veröffentlich worden.

stream the full album here:

http://www.souterraintransmissions.com/ecards/zolajesus/swf/index.htm

Als ich Zola Jesus letztes Jahr zum ersten Mal hörte mit ihrem Album “the spoils” (sacred bones) war es für mich eine Offenbarung: eine Synthese aus düsteren Beats, poetischen Texten und einer grossartigen dunklen, unverwechselbaren Stimme. Das Talent Nika Roza Danolovas, 21 Jahre, 10 jahre Opernunterricht, blieb jedoch nicht lange unentdeckt und nun scheint sie kurz vor dem Durchbruch zu stehen: reviews im nme, sich überschlagende Rezensionen in der Berliner Zeitung (“die gothicdämmerung” und Support von Fever Ray bei der ersten Europatournee & beim Berlin Festival im september werden sie sie vom Underground Geheimtipp zur new “Siouxie” hypen.

Ich hoffe, ihr tut die neue mediale Aufmerksamkeit auch gut – einige tracks auf dem Album, wie z.B “trust me” oder “I can`t stand”, in denen wenig melodische Bewegung vorhanden ist aber auch der Rhythmus nicht alterniert oder den song mit industrial sounds vorantreibt und konterkariert, stattdessen alles sehr statisch wirkt, scheinen eher schnell und lieblos produziert zu sein und wirken sehr glatt.

Dass sie mehr kann, hat sie schon bewiesen: Zola Jesus hat eine 7″ veröffentlicht (die stasi records), zwei split lp´s auf not not fun mit L.A.Vampires und mit Burial Hex (aurora borealis) und einer “New Amsterdam” LP auf holiday records, die grandios die grenze zwischen indie, dark wave und industrial sprengten, auch wenn viele tracks noch fragmentarisch und unfertig wirken.

Das zeitlose Meisterwerk ist für mich jedoch “the spoils”, in denen die perfekte Mischung aus lofi sounds,
grandiosen Melodien und einfacher, aber perfekt passender Drum sounds zu fiinden sind. Die Songs gewinnen auch bei endlosen Wiederholungen im mp3 player eher, als dass sie verlieren:
(z.b “clay bodies” oder “six feet from my baby”, Ersterer am Ende des posts als Video zu hören)

Nur einige tracks von “Stridulum II” erreichen meiner Ansicht nach das Niveau von the spoils, “Night” und vor allem “Sea talk”, hier als download oder stream zu hören, obwohl auch beide drohen, in kitschigen Popsounds
zu versinken. Und auch beim letzten Song, “lightsick”, bei dem Nika nur zu Pianobegleitung singt, wartet man so schön die melodie auch ist vergeblich darauf, dass noch etwas Dramatisches oder Unerwartetes passiert.

Zola Jesus – Sea Talk by souterraintransmissions

So listen yourself – and buy the records:

Ich empfehle:

the spoils (lp, sacred bones, 2009)
poor sons (7″, die stasi, 2008)
zola jesus / L.A.Vampires split 12″ (not not fun, 2010)

live: 10. sept – berlin festival
9. nov – festsaal kreuzberg

*****

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