Welcome to the wild wild west

Ich war ja schon einiges gewohnt bei der Wohnungssuche, um aus meinem gentrifizierten und luxussanierten Viertel Helmholtzplatz wegzukommen (und hoffentlich nicht dasselbe in Neukölln erleben zu müssen) : Absagen wegen angeblich nicht mehr lesbaren Schufaauskünften nahm ich zur Kenntnis – aber das was ich im folgenden Text, den ich an die immobilienverwaltzbg schrieb, dokumentiere, war bislang der Höhepunkt und ärgerte mich so masslos, dass dehalb einen mail an die in Neukölln sehr bekannte und nicht mit dem besten Ruf gesegnete Immobiliengesellschaft G.: – bislang ohne Antwort. Wahrscheinlich ist es nichts Besonderes sondern schlicht die Normalität im Haifischbecken Wohnungssuche.

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Betreff: Wohnung am Weichselplatz – Beschwerde und Kritik an der “Vergabepraxis”

Sehr geehrte Damen und Herren,

ich möchte mich auf diese Wege beschweren und bitte vielleicht zukünftig die Vergabepraxis der Wohnungen etwas anders zu gestalten, damit nicht auch andere BewerberInnen darunter leiden.

Ich erhielt nach der Besichtigung o.g. Wohnung gestern, heute, am nächsten Tag gegen 14 h. einen Anruf der G. Immobilienverwaltung, den ich leider zu spät hörte, da ich auf der Arbeit einen Klienten gerade beriet. Später rief meine jetzige Mitbewohnerin und Mitbewerberin für die Wohnung an, dass auch bei ihr sich eine Maklerin gemeldet hätte, “ob wir die Wohnung am Weichselplatz haben wollen”. Da auch sie gerade arbeitete und eigentlich gar nicht privat telefonieren darf, bat sie um einen Rückruf nach der Arbeit, um noch kurz mit mir Rückprache zu halten und sie schrieb mir darauf auch kurz eine SMS, dass ich selbst noch mal bei der Maklerin zurückrufen sollte.

Draufhin versuchte ich zwischen 15-16 h.zurückzurufen und erreichte endlich dann nach unzähligen vergeblichen Versuchen um 17 h die Kollegin, die dann meinte, es sei schon jemand im Büro um den Vertrag zu unterschreiben, die Wohnung sei leider vermietet. Wir seien zu spät. Heute wäre der Mietvertrag unterschrieben. Jemand hätte “auch sofort das Geld mitgebracht”.

Im Endeffekt haben wir die Wohnung also nicht bekommen, weil ich zu spät am Telefon war, wenn ich das richtig verstehe. Diese Praxis der Vergabe der Wohnungen empfinde ich – gelinde gesagt – als sehr unglücklich. Zumal noch nicht einmal eine Nachricht auf dem Anrufbeantworter beim ersten Anruf gesprochen wirde.

Ich denke, wenn man anruft, um zunächst zuzusagen, sollten die Beteiligten wenigstens 2 Stunden
haben um sich zu entscheiden. Zumal nicht jeder – gerade Arbeitstätige – immer erreichbar ist und eine kurze Nachricht auf dem AB hier hilfreich wäre.

Es ist einfach ärgerlich und frustrierend, gerade wenn man mal eine Chance hat, dann so am Ende leer dazustehen.

(mit der Bitte um Weitergabe an den, den es betrifft und der Hoffnung zukünftig einer anderen, etwas faireren Praxis zu begegnen)

mit freundlichen Grüßen,
(Unterschrift)

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